PCB- & PAK-Sanierung2026-10-05T10:10:42+00:00
Gebäude­schad­stoffe erkennen und sanieren

PCB- & PAK-Sanierung

PCB-haltige Fugenmassen, Beschichtungen und Klebstoffe sowie PAK-belastete Teerprodukte können auch Jahrzehnte nach ihrem Einbau noch relevant sein. ENVIROSAN übernimmt den kontrollierten Rückbau belasteter Materialien und deren fachgerechte Entsorgung. PCB können aus älteren Bauprodukten weiterhin in die Raumluft gelangen; PAK finden sich unter anderem in älteren teer- und pechhaltigen Baustoffen.

PCB und PAK in Gebäuden – oft lange unentdeckt

PCB und PAK sind zwei unterschiedliche Schadstoffgruppen, die in älteren Gebäuden noch heute vorkommen können.

Problematisch werden sie insbesondere dann, wenn belastete Baustoffe bei Umbau, Renovierung, Rückbau oder Sanierung bearbeitet werden oder Schadstoffe aus vorhandenen Materialien in Staub beziehungsweise Raumluft gelangen.

PCB – Polychlorierte Biphenyle

PCB wurden aufgrund ihrer technischen Eigenschaften früher unter anderem in dauerelastischen Fugen- und Dichtungsmassen, Anstrichen, Spachtelmassen, Klebstoffen und elektrischen Bauteilen eingesetzt. Besonders bei Gebäuden aus den entsprechenden Bauperioden können solche Materialien bis heute vorhanden sein.

In Deutschland wurden PCB in Gebäuden in großem Umfang bis etwa Mitte der 1970er-Jahre eingesetzt. Die offene Anwendung wurde 1978 verboten; dennoch können ältere PCB-haltige Baustoffe auch heute noch zu erhöhten PCB-Konzentrationen in Innenräumen beitragen.

Typische PCB-Fundstellen können sein:

  • dauerelastische Fugenmassen
  • Anschluss- und Gebäudefugen
  • Farben und Anstriche
  • Spachtel- und Vergussmassen
  • Klebstoffe
  • ältere elektrische Bauteile

Das Umweltbundesamt weist zudem darauf hin, dass PCB aus früheren offenen Anwendungen bei Bau- oder Sanierungsarbeiten in Luft, Böden und Abfallströme gelangen können.

PAK – Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe

PAK sind eine große Gruppe chemischer Verbindungen. Zahlreiche PAK gelten aufgrund ihrer persistenten, toxischen beziehungsweise teilweise krebserzeugenden Eigenschaften als problematisch. PAK können unter anderem in Teer und daraus hergestellten Produkten enthalten sein.

Für Gebäude besonders relevant sind ältere teer- und pechhaltige Baustoffe. In Bayern dokumentiert das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beispielsweise PAK-haltige Parkettkleber, Asphalt-Bodenbeläge, Dichtungs- und Dachbahnen, Teerkork sowie weitere teerhaltige Produkte.

Typische PAK-Fundstellen können sein:

  • teerhaltige Parkettkleber
  • Kleber unter älteren Bodenbelägen
  • Gussasphalt und Asphalt-Fußbodenplatten
  • teer- oder pechhaltige Dichtungsbahnen
  • ältere Dachbahnen
  • Teerkork und andere teergebundene Dämmstoffe
  • bestimmte schwarze Beschichtungen und Vergussmassen

Gerade schwarzer Parkettkleber ist ein häufiges Verdachtsmaterial. Seine Farbe allein beweist allerdings keine PAK-Belastung: Teer- und Bitumenkleber lassen sich optisch nicht zuverlässig voneinander unterscheiden. Eine Untersuchung des Materials schafft bei begründetem Verdacht Klarheit.

Kontrollierter Schadstoffrückbau: Belastete Materialien
gezielt entfernen

Eine PCB- oder PAK-Sanierung muss auf das tatsächlich vorhandene Material und die jeweilige Gebäudesituation abgestimmt werden. Vor Beginn des Rückbaus sollte deshalb geklärt sein, welche Schadstoffquelle vorliegt und welche Bereiche betroffen sind.

  1. Schadstoffquelle klären
    Bei einem begründeten PCB- oder PAK-Verdacht können Materialuntersuchungen und – je nach Fragestellung – weitere Untersuchungen erforderlich sein. Bei PCB spielen insbesondere belastete Bauprodukte und mögliche Auswirkungen auf die Innenraumluft eine Rolle.
  2. Sanierungsbereich vorbereiten
    Der Arbeitsbereich wird entsprechend der jeweiligen Gefährdung vorbereitet. Bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen sind geeignete Schutzmaßnahmen erforderlich; hierfür ist unter anderem die TRGS 524 einschlägig. Für teerhaltige beziehungsweise PAK-belastete Materialien enthält außerdem die TRGS 551 Vorgaben zum Arbeitsschutz.
  3. PCB- oder PAK-belastete Materialien zurückbauen
    Betroffene Fugenmassen, Kleber, Beschichtungen oder andere schadstoffhaltige Bauteile werden kontrolliert entfernt. Dabei soll insbesondere vermieden werden, dass belastete Stäube unnötig in angrenzende Bereiche gelangen.
    Bei PAK-haltigen Parkettklebern empfiehlt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ausdrücklich staubarme Arbeitsweisen und eine Abschottung des Arbeitsbereichs, damit PAK-haltige Stäube nicht in weitere Gebäudebereiche verschleppt werden.
  4. Kontaminierte Materialien sicher behandeln
    Die ausgebauten Materialien müssen entsprechend ihrer Schadstoffbelastung getrennt, verpackt und dem geeigneten Entsorgungsweg zugeführt werden. PCB-haltige Dichtungsmassen und Anstriche fallen auch heute noch beim Rückbau älterer Gebäude als schadstoffhaltige Abfälle an.
  5. Fachgerecht entsorgen
    ENVIROSAN übernimmt die Entsorgung belasteter Materialien über die vorgesehenen Entsorgungswege und sorgt für einen strukturierten Projektabschluss.

PCB oder PAK
im Gebäude vermutet?

Sie planen einen Umbau oder Rückbau, haben alte Fugenmassen, einen schwarzen Parkettkleber oder bereits einen Schadstoffbefund? Schildern Sie uns kurz die Situation. Im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch besprechen wir die nächsten sinnvollen Schritte.

Kostenlos informieren
Wir beraten Sie professionell rund um Asbest- und Schadstoff­sanierung.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet PCB?2026-08-18T17:02:55+00:00

PCB steht für Polychlorierte Biphenyle. Die Stoffgruppe wurde früher unter anderem in Fugen- und Dichtungsmassen, Anstrichen, Spachtelmassen, Klebern und elektrischen Bauteilen eingesetzt. Alte PCB-haltige Baustoffe können auch heute noch Schadstoffe an ihre Umgebung abgeben.

Was bedeutet PAK?2026-08-18T17:03:23+00:00

PAK steht für Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe. Die Stoffgruppe umfasst zahlreiche unterschiedliche Verbindungen. PAK entstehen unter anderem bei unvollständigen Verbrennungsprozessen und können in Teer sowie teerhaltigen Produkten vorkommen.

Wo kann PCB in Gebäuden vorkommen?2026-08-18T17:04:40+00:00

Typische frühere Einsatzbereiche sind dauerelastische Dichtungsmassen und Fugen, Farben und Anstriche, Spachtelmassen, Klebstoffe sowie bestimmte elektrische Bauteile.

Wo kann PAK in Gebäuden vorkommen?2026-08-18T17:05:14+00:00

PAK können insbesondere in älteren teerhaltigen Baustoffen vorkommen. Bekannt sind unter anderem teerhaltige Parkettkleber, Asphalt-Bodenbeläge, Dichtungs- und Dachbahnen sowie weitere teergebundene Produkte.

Ist schwarzer Parkettkleber immer PAK-haltig?2026-08-18T17:05:43+00:00

Nein. Dunkle beziehungsweise schwarze Kleber können sowohl teer- als auch bitumenhaltig sein. Das lässt sich allein anhand der Farbe nicht sicher unterscheiden. Bei Verdacht kann eine Materialuntersuchung Klarheit schaffen.

Wie lässt sich eine PCB-Belastung feststellen?2026-08-18T17:06:10+00:00

Je nach Situation kommen Untersuchungen von verdächtigen Materialien und der Innenraumluft infrage. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von der vorhandenen Schadstoffquelle und der Fragestellung ab. Für PCB in der Innenraumluft bestehen in Deutschland gesundheitliche Bewertungsmaßstäbe.

Wie läuft eine PCB- oder PAK-Sanierung ab?2026-08-18T17:06:58+00:00

Zunächst werden Schadstoffquelle und Umfang geklärt. Anschließend wird der Arbeitsbereich vorbereitet, belastetes Material kontrolliert zurückgebaut und entsprechend seiner Einstufung verpackt und entsorgt. Bei PAK-belasteten Materialien sind insbesondere staubarme Verfahren und der Schutz angrenzender Bereiche wichtig.

Kann PCB auch andere Materialien im Raum belasten?2026-08-18T17:07:29+00:00

Das ist möglich. PCB können aus primären Schadstoffquellen freigesetzt werden und anschließend weitere Oberflächen oder Materialien sekundär kontaminieren. Deshalb kann eine PCB-Sanierung komplexer sein als die reine Entfernung einer einzelnen Fugenmasse.

Was kostet eine PCB- oder PAK-Sanierung?2026-08-18T17:07:57+00:00

Die Kosten hängen von Schadstoffart, Fläche und Menge, Zugänglichkeit, erforderlichen Schutzmaßnahmen, Rückbauverfahren und Entsorgungsaufwand ab. Eine belastbare Kalkulation ist deshalb erst nach Klärung der konkreten Ausgangssituation möglich.