Was sind Floor-Flex-Platten?
Floor-Flex-Platten sind ältere Vinyl-Bodenplatten, die insbesondere in Bestandsgebäuden vorkommen können. Bei diesen sogenannten Vinyl-Asbest-Platten wurden Asbestfasern fest in das Material eingebunden. Solange die Platten unbeschädigt bleiben, werden die Fasern im Material gebunden. Beim Ausbau, Brechen, Schleifen oder anderen mechanischen Arbeiten können jedoch Asbestfasern freigesetzt werden.
Gerade vor einer Renovierung, Bodensanierung oder Entkernung sollte deshalb geklärt werden, welcher Bodenbelag vorhanden ist. Allein anhand des Aussehens lässt sich eine Asbestbelastung nicht zuverlässig feststellen. Ein sicherer Nachweis erfolgt über eine fachgerecht entnommene Materialprobe und die anschließende Laboranalyse.
Typische Situationen, in denen Floor-Flex relevant wird:
- alter PVC- oder Vinylboden soll entfernt werden
- neuer Bodenbelag soll verlegt werden
- eine Wohnung oder ein Gebäude wird saniert
- Bodenplatten lösen sich oder sind beschädigt
- bei Rückbau oder Entkernung werden ältere Bodenbeläge freigelegt
- unter einem vorhandenen Boden werden alte Platten entdeckt
Nicht jeder ältere PVC-Boden ist automatisch Floor-Flex. Zu unterscheiden sind beispielsweise auch sogenannte Cushion-Vinyl-Beläge. Diese können ebenfalls Asbest enthalten, unterscheiden sich jedoch im Aufbau deutlich von Vinyl-Asbest-Platten. Gerade deshalb sollte ein unbekannter älterer Bodenbelag vor dem Ausbau nicht allein nach seiner Optik beurteilt werden.

Floor-Flex entfernen – den Kleber mit berücksichtigen
Bei der Entfernung asbesthaltiger Floor-Flex-Platten geht es nicht nur um den eigentlichen Bodenbelag. Unter den Platten wurden häufig schwarzbraune Bitumenkleber eingesetzt, die ebenfalls Asbest enthalten können. Deshalb sollte vor Beginn der Sanierung geklärt werden, ob neben den Platten auch der darunterliegende Kleber belastet ist.
ENVIROSAN übernimmt den kontrollierten Ausbau asbesthaltiger Floor-Flex-Platten und berücksichtigt dabei den Schutz angrenzender Bereiche. Die Art der erforderlichen Schutzmaßnahmen richtet sich nach dem vorhandenen Material und dem Umfang der Arbeiten. Für gewerbliche Arbeiten an asbesthaltigen Bodenbelägen gelten die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 519.
So läuft die Sanierung ab
- Bodenbelag und Ausgangssituation klären
Zunächst wird beurteilt, welche Materialien vorhanden sind. Besteht Unklarheit über eine mögliche Asbestbelastung, kann eine Materialanalyse erforderlich sein. - Arbeitsbereich vorbereiten
Der betroffene Bereich wird entsprechend der jeweiligen Situation vorbereitet und gegen eine unnötige Verbreitung von Fasern und Stäuben geschützt. - Floor-Flex-Platten kontrolliert ausbauen
Die asbesthaltigen Bodenplatten werden unter geeigneten Schutzmaßnahmen entfernt. Unnötiges Brechen, Schleifen oder Zerkleinern des Materials wird vermieden. - Asbesthaltigen Kleber berücksichtigen
Ist auch der darunterliegende Bodenbelags- oder Bitumenkleber asbesthaltig, muss dieser in die Planung der Sanierung einbezogen werden. - Sicher verpacken und entsorgen
Ausgebaute asbesthaltige Materialien werden für Transport und Entsorgung entsprechend verpackt und über die vorgesehenen Entsorgungswege abgeführt. - Bereich sauber übergeben
Nach Abschluss der Arbeiten wird der betroffene Bereich für die nachfolgenden Sanierungs- oder Bodenarbeiten vorbereitet.
ENVIROSAN übernimmt damit den gesamten Ablauf von der ersten Einschätzung über die Entfernung der Floor-Flex-Platten bis zur fachgerechten Asbestentsorgung.
Alte Bodenplatten entdeckt?
Sie möchten einen älteren Boden entfernen oder haben bei Sanierungsarbeiten verdächtige Floor-Flex-Platten entdeckt? Schildern Sie uns kurz die Situation. Im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch besprechen wir, wie Sie sinnvoll weiter vorgehen.


